Zivilisationscourage in England + Literaturtip

Engländer beschützen ihre Stadt gegen den Zivilisationsbruch (H/T vlad):

(Was dringend wieder gelesen werden sollte: Albert Camus: Die Pest, William Golding: Herr der Fliegen)

Aufgrund des gegenwärtigen Videoproblems (auch?) als Link.

Videos durcheinander…

Irgendwie sind die eingebundenen Videos durcheinandergeraten. Ich kann mich vorraussichtlich erst am Wochenende darum kümmern.

Sorry.

Skandal: “Ein Jahr Sarrazin”-Film offenbar abgesagt, RBB “trennt” sich von Güner Balci

Nach dem sadistischen Massenmord von Oslo erleben wir leider eine erschreckende Hetze gegen alles, was sich kritisch mit den weltweiten Problemen der Integration von muslimischen Einwanderern auseinandersetzt.

Nun ist selbst der nach beiden Seiten kritischen,  mutigen Güner Balci nicht nur der Filmauftrag zu einer Dokumentation “Ein Jahr Sarrazin” (o.ä.) entzogen worden, nein der RBB Berlin hat sogar die Zusammenarbeit mit ihr beendet. Dies schreibt zumindest Frank Schirrmacher in einem denkwürdigen Artikel in der FAZ. Lesen Sie bitte die grotesken Hintergründe, die der Artikel aufdeckt.

Ihr Beitrag (mit Nicola Graef) “Kampf im Klassenzimmer” gehört dabei zum besten was es in letzter Zeit im öffentlich-rechtlichen zu sehen gab (Danke… Güner Balci !). Auch ihr kürzlicher Film zu Sarrazin im ach-so-toll(!)eranten Kreuzberg gehört zu der Sorte Einblicken in die Realität, von denen wir dringend mehr und nicht weniger brauchen.

Die selbst-angemaßten Volkstherapheuten der Mainstream-Medien, die dem Zuschauer -und vor allem wohl sich selbst- einen Blick auf die Realität nicht zumuten wollen, erinnern immer mehr an die “aktuelle Kamera” der DDR.

Nicht nur behandeln sie die Zuschauer wie Kindergartenkinder, die sich doch jetzt bitte mal alle im Kreis an der Hand nehmen sollen und “Alles ist gut” sagen sollen, dazu gesellt sich noch eine schier unfassbare Feigheit und Verantwortungslosigkeit. Und das soll Journalismus sein?

Immerhin können Sie sich hier ein paar Minuten anschauen, die möglicherweise in Balcis Dokumentation vorgekommen wären:

Anlässlich des unsäglichen Auschlußverfahrens der SPD gegen Sarrazin wurde auch ein Spiegel-TV-Interview gemacht, das wir natürlich auch mitgeschnitten haben:

(Videos: Olaf T.)

Pat Condell: Islamischer kultureller Terrorismus

Perfekt – mal wieder.


H/T vladtepes

Falls jemand Quellen will, einfach in den Kommentaren nachfragen. Ich kann sie gerne liefern, alles bekannte Fälle aus Großbritannien in den letzten Monaten. Kennt vielleicht nicht jeder.

Wird hier mit dt. Untertiteln eingestellt sobald es einer der fleißiger Übersetzer es untertitelt hat.

Staatsmann ohne Amt

aber wir leben ja im Überfluss…

Joachim Gauck, der Bundespräsident den wir hätten haben können, erhielt dieser Tage in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Börne-Preis.

Seine Rede “Wir müssen sehen lernen, was ist” ist (leicht gekürzt) online verfügbar. 25 Minuten, die sich lohnen:

Sehr empfehlenswert !!!

 

Danke-Thilo-Mann Rede vom 7.5.2011…

auf der Kundgebung der Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie DIE FREIHEIT (www.diefreiheit.org)

Zugegeben, die Vortragsweise muss (und kann) besser werden. Hatte keine Zeit die Rede einzuüben. Die Entscheidung zu reden fiel kurzfristig, morgens in 1 1/2 Stunden geschrieben. Hatte andere Pläne, persönliche Einladung zur “Linkstrend stoppen”-Tagung. Da war ich dann eben nur nachmittags. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Geisterfahrer Gabriel – Zur Migrantenquote der SPD

Eins vorweg: Die Einrichtung einen laizistischen Arbeitsgemeinschaft hat der SPD-Parteivorstand einstimmig, “ohne große Debatte” abgelehnt.

Dafür hat die SPD-Führung um Gabriel tatsächlich die 15%-”Migranten”-quote (wir wissen alle welche gemeint sind) für Führungsgremien durchgedrückt. Dem Bericht auf Spiegel Online zu urteilen gegen deutlichen Widerstand:

Ausgerechnet aus seinem Heimat-Landesverband Niedersachsen musste sich Parteichef Gabriel dafür einiges anhören. Seeheimer-Sprecher Duin stellte sich ebenso gegen die Quotierung wie Ex-Landeschef Wolfgang Jüttner, der gar beantragte, das Vorhaben ganz aus dem Beschluss zur Integrationspolitik zu streichen. Die Quote sei als Reaktion auf die Begnadigung von Thilo Sarrazin ein durchschaubares Manöver und außerdem könne man nicht alles quotieren, wird Jüttner wiedergegeben.

Das Problem war, das das in der Sitzung viele so sahen. Die Debatte sei an der Stelle “sehr eindeutig skeptisch” gewesen, heißt es, was Gabriel offenbar derart irritierte, dass er ein zweites kleines Basta wagte, wie sich Teilnehmer erinnern. Man möge dem Vorhaben doch bitte zustimmen, ansonsten verlöre er seine Glaubwürdigkeit bei jenen, denen er die Quote schon versprochen habe. Im übrigen nehme er sich als Parteichef das Recht heraus, auch mal führen zu dürfen und nicht nur sammeln zu müssen. In Sachen Quote sei das jetzt mal der Fall. Sollte heißen: Eine Ablehnung des Vorhabens komme nicht in Frage.

Seine Glaubwürdigkeit wollte Gabriel also keinesfalls einbüßen. Wer hat dem bitte,bitte auch mal führen wollenden Gabriel denn da vorgespielt, dass er noch über eine verfüge?

Einer scheint sicher zu diesen zu gehören. Kenan Kolat wurde jedenfalls gleich in den Parteivorstand gewählt.

Ausgerechnet Kenan Kolat.

Hier nur 2 Bonbons:

Die von Innenminsister Friedrich vorgeschlagene Sicherheitspartnerschaft gegen islamistische Gewalttäter habe laut Kolat auf der Islamkonferenz nichts zu suchen. Für eine “Partnerschaft” scheidet er schonmal aus, aber so wichtig ist das Thema ja nun auch wieder nicht. Oder?

Das türkische Massaker an den armenischen Christen in der Türkei 1915-18 in deutschen Schulbüchern schlicht und zutreffend als Völkermord zu bezeichnen gefährde nach Kolat “den inneren Frieden”. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Probleme negieren, fordern, drohen. Und Gabriel spurt brav.

Die fünfte Kolonne der türkischen Nationalislamisten um Erdogan im Vorstand der SPD. Nur damit ein völlig überforderter und verzweifelt an seinem Pöstchen klebender Gabriel sein Gesicht nicht verliert, oder zumindest noch nicht kapiert dass es längst verloren ist.

An die Basis der SPD richte ich eindringlich folgenden Appell
– bei dem wahrhaft erbärmlichen Gabriel habe ich diesbezüglich keine Hoffnung mehr:

Danke Lars Hedegaard !

Frisch verurteilt wegen “hate speech”, was im “aufgeklärten” Europa bei Kritik an totalitäten Ideologien heute leicht möglich ist – offenbar jedoch nicht wenn man diese Ideologien predigt oder in die Tat umsetzt, denn dass fällt ja angeblich unter die Religionsfreiheit – läßt sich Lars Hedegard (dänische Free Press Society) nicht einschüchtern und erläutert seine Erkenntnisse (die wir alle kennen, aber denken oder gar aussprechen dürfen wir sie nicht) in einem Vortrag:


(Dank an Henrik von EuropeNews für die Aufnahme und KitmanTV für’s Einstellen auf YouTube)

 

Theodore Dalrymple, ein britischer Gefängnisarzt und Psychiater, arbeitete 2004 im Zusammenhang mit der Ermordung Theo van Gogh durch einen Anhänger des Islamkultes der Religion des Friedens einen wichtigen Aspekt weiter aus:

The abuse of women has often, if not always, appealed to men, because it gives them a sense of power, however humiliated they may feel in other spheres of their life. And the oppression of women by Muslim men in Western Europe gives those men at the same time a sexual partner, a domestic servant, and a gratifying sense of power, while allowing them also to live an otherwise westernized life. For the men, it is convenient; interestingly, but perhaps not surprisingly, almost the only openly hostile expressions toward Islam from British-born Muslims that I hear come from young women, some of whom loathe it passionately because they blame it for their servitude.

Religious sanction for the oppression of women (whether theologically justified or not) is hence the main attraction of Islam to young men in an increasingly secular world. This explains why a divide often opens between brothers and sisters in the same European Muslim family; the sisters want liberty, but the brothers enforce the old rules. They have to, or the whole gratifying system breaks down.

Ein Angebot, dass man ausschagen muss

So wie diese mir unbekannte Frau (Danke !)auf der Gegendemonstration gegen den Auftritt Pierre Vogels und Bilal Philips:

Das Spiegel-TV-Video dazu ist zufällig gerade an der Stelle geschnitten, an der die Handgreiflichkeit losgeht -  Scheint alles friedlich und ok.

Aber klingt das wirklich nach “Halleluja”, nach einem Feiern der Freude, des Friedens und des Lebens – oder klingt das eher nach einem triumphalistischen Mob unter dem Deckmantel der “Religion”?

Einen interessanten Einblick in den faschistischen Mob der Anhängerschar insbesondere von Bilal Philips zeigt dieses Video aus Dänemark:

“Friedliche Koexistenz”? Das klingt nach einem schmierigen “Angebot, das man nicht ablehnen kann”.

Aber wenn er es doch sagt, muss es doch stimmen…

Die Frau hat recht: Es ist eine Schande.

P.S.: Sehr lesenswert auch der Bericht über den Protest einiger Alevitinnen auf dem lesenswerten Blog von Cigdem Toprak!

Zum Sarrazin-Kompromiss: Wir müssen es selbst machen

Sicher: Hier wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.

Sarrazin hätte auf einer detaillierten Konkretisierung und Belegung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestehen können, und damit die dringend nötige Diskussion weiter von Schleiern, Denk- und Redeverboten befreien können.

Dies wäre dringend nötig, da -auch wenn er in dieser Hinsicht viel bewirkt hat- die Probleme noch immer nicht offen diskutiert werden können. Das macht sie übrigens nicht kleiner, denn ohne offene Diskussion ist über richtige und wichtige Schritte kaum vernünftig zu entscheiden.

Er hat es nicht durchgezogen. Schade.

Durchaus ähnlich der Situation bei seiner Absetzung als Vorstandsmitglied der Bundesbank hat Sarrazin den ganz großen Trubel gescheut bzw. seinem eigenen Loyalitätsvorstellungen bezgl. Regierung bzw. Partei den Vorzug gegeben. Auch dort hatte er seine ausgezeichnenten Karten nicht ausgespielt. Damals sagte er, mit etwas mehr Michael Kohlhaas im Blut hätte er eine Staatskrise auslösen können.

Hätte er nun eine nicht minder schwere Krise der SPD auslösen können? Wie im erwähnten Falle bin ich auch hier nicht dieser Meinung. Sarrazin hat uns vielmehr erst das Ausmaß der Krise vor Augen geführt.

Der Kompromiss, dessen Hauptziel wohl das unter den Tisch fallen lassen Ende des Verfahrens darstellt, bringt beiden Parteien denkbar unterschiedliche Vorteile.  Die SPD-Spitze ist nicht mehr in dem Dilemma, sich entweder durch die Fortführung dieses absurden Schauprozesses selbst zu entlarven und abzuschaffen, oder aber  -Schreck!-  sich klar dazu zu bekennen, dass die Vorwürfe schlicht unzutreffend waren, sowie sich bei Sarrazin zu entschuldigen.
Sarrazin muss sich nicht mehr mit der persönlichen Zumutung dieses Prozesses befassen, was trotz der großen Zahl der Angriffe und Anfeindungen sicher eine deutliche Erleichterung darstellt.

Mir schien Sarrazin müde, etwas abgekämpft. Es wäre auch durchaus verständlich. Aber das kann auch täuschen, wir waren uns bis gestern nicht begegnet. Aus subjektiver Sicht war es wohl vor allem Zeit- und Energieverschwendung. Keiner hat von diesen Ressourcen des Lebens unendliche Vorräte, und wie er damit umgeht ist allein seine Entscheidung.

Die mit dem Verfahren verbundene Diskussion hätte sicher die Klärung der einen oder anderen Frage ermöglichen können, die Verfahrenseinstellung ist gesellschaftlich  gesehen also eine vertane Chance. Persönlich vorwerfen kann man es ihm nicht.

Sarrazin hat viel bewirkt. Dafür gebührt ihm unser Dank. Und vielleicht kommt ja noch etwas, wenn sich die Diskussion um seine Person etwas beruhigt hat. Inwieweit er die Gelegenheit nutzt, wieder mehr über die Sache zu reden bleibt abzuwarten. Wir sollten es auf jeden Fall tun.

Manche sind enttäuscht, ich sehe das “Glas” Sarrazin dagegen eher halbvoll als halbleer. Er hat einen wichtigen Beitrag geleistet.

Ein Held, der nun endlich, ganz alleine, alle Probleme  für uns löst, ist natürlich auch er nicht, wie auch? Wie ich von Anfang an meinte: Ich halte nichts von Heldenverehrung. Es hilft nichts, die Lösung der Probleme dieses Landes anderen zu überlassen, zu hoffen, sie könnten diese für uns lösen.

Wo war die Unterstützung für Sarrazin – oder (wichtiger als die Person), für die offene Debatte?

Wir müssen auch sehen, dass die Zustimmung der Bürger für Sarrazin sich in vollen Lesungen, Internetkommentaren und Meinungsumfragen klar ausdrückte. Aber eben nur dort, nicht auf der Straße.

Kurze Zeit nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan waren 60.000 Bürger auf der Straße, um die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke zu fordern – und was ist mit uns?

Wir brauchen eine positive, friedliche und selbstbewusste Protestkultur. Das dies geht zeigt z.B. die Tea-Party-Bewegung in den USA. Aber auch die EDL ist ein interessantes Phänomen. Ich freue mich jedenfalls auf das große islamkritische Wochenende im Juni in Stuttgart.

Wir Bürger dieses Landes, jeder einzelne, müssen die Probleme angehen und lösen. Aber wir dürfen die, die wichtige Schritte machen, nicht im Regen stehen lassen.

Thilo Sarrazin jedenfalls gebührt unser Dank – weitermachen müssen wir.