Wo Sarrazin irrt: Staatskrise schon da
Von Anfang an hielt ich nichts von “Sarrazin hat recht”, denn kein Mensch hat immer recht. Wohin solche absoluten Urteile führen sieht man ja bei Mohammed. “Danke Thilo!” jedoch, die Formel auf die ich meine Wertschätzung und Unterstützung brachte, habe ich noch kein einziges Mal bereut.
In einem wichtigen Artikel zum Jahreswechsel meldet sich Thilo Sarrazin nun erneut zu Wort. Ich möchte Ihnen ausdrücklich nahelegen, Sarrazins Artikel ganz zu lesen – er ist ganz hervorragend.
In einem Punkt aber irrt Sarrazin, nämlich wenn er behauptet, dass er – mit etwas Michael Kohlhaas im Blut – eine Staatskrise hätte auslösen können.
Sicher, ein etwas heissblütigerer Charakter hätte nicht nur bis zum Rücktritt des frisch “gewählten” Grüßonkel Merkels führen können, sondern auch zu dem Rücktritt von Merkel selbst.
Trotzdem: Die Causa Sarrazin hat uns vielmehr das ganze Ausmaß der bestehenden Staatskrise vor Augen geführt:
Schlimm ist nämlich nicht, dass Thilo Sarrazin statt Merkel und Wulff seinen Job verloren hat. Zum einen habe ich den Eindruck, dass er selbst damit leben kann. Ausserdem nutzt er seine Zeit und finanzielle Unabhängigkeit, um weiter zu der wichtigsten Diskussion unserer Generation beizutragen. Dafür gebührt ihm unser Dank und unsere Achtung.
Schlimm ist vielmehr, dass so schnell kein Ersatz vorhanden gewesen wäre – man denke nur an Gabriel – da das Personal der politischen “Elite” in Jahrzehnten der Abwesenheit wirklich existentieller Probleme fast durchgängig durch Klüngel- und Fototermin-Auslese selektiert wurde.
Diese Situation aber stellt die eigentliche Staatskrise dar, und sie beschränkt sich nicht auf die Unfähigkeit der Hauptdarsteller in der berliner Seifenoper.
Dazu kommt noch die schier überwältigende Dominanz gutmenschlicher Propagandisten in Politik und Medien. Auch in Bildungsinstitutionen und Gerichtsbarkeit ist die therapeutische Ideologie mittlerweile personell fest verankert. Dies zu ändern, der Vernunft und der Freiheit wieder eine Stimme zu geben, ist eine Mammutaufgabe, die entmutigen kann.
Schlimm ist zudem das Gefühl der Ohnmacht, dass der massive Versuch seiner Hinrichtung als öffentlicher Person durch fast das gesamte Polit- und Medienestablishments bei vielen Normalbürgern hervorrufen könnte.
Das nämlich ist gefährlich: Wenn das Benennen offensichtlicher Fakten nicht nur durch den islamischen Terror gefährdet ist, sondern auch durch die von uns zu unserem Schutz gewählten (und mit Steuergeldern entlohnten) Vertretern – bis ins Kanzleramt und ins Schloß Bellevue, wenn die Bürger das Gefühl bekommen, dass die demokratischen Institutionen unserer Gesellschaft nicht in der Lage sind, die konstitutionelle Rede- und Meinungsfreiheit zu schützen und sie stattdessen aus Feigheit, Dummheit oder kurzsichtigem Karriereopportunismus skrupellos scheibchenweise verscherbeln, können die Bürger leicht das Vertrauen in unsere Demokratie verlieren. Der Vergleich mit der Weimarer Republik ist nicht an den Haaren herbei gezogen.
Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung:
Immer mehr Bürger dieses Landes haben den Koran tatsächlich gelesen und lassen sich nicht länger mit den orwellianischen Lügen abspeisen, die ihnen aufgetischt – und unter Androhung der öffentlichen Ächtung – in den Rachen gestopft werden sollen.
Immer mehr Menschen brechen aus der “Matrix” aus und finden die Zivilisationscourage, die nötig ist, der Gehirnwäsche des Kulturrelativismus zu widersprechen, nach dem es keinen moralischen Unterschied z.B. zwischen der lang erkämpften rechtlichen Gleichberechtigung der Frau und der Leibeigenschaft gibt, die uns der Islam als “Ehe” verkaufen will.
Immer mehr Menschen erkennen dass die Redefreiheit historisch wie geographisch gesehen eher die Ausnahme als die naturgegenene Regel ist.
Selbst in den größeren Zeitungen des Landes finden sich immer häufiger Artikel, die den Menschen die Realität miteilen, statt sie ihm aus therapeutischer Anmaßung zu verschweigen bzw. zurechtzubiegen, damit er bloß nicht selbst nachdenkt.
Die freien Menschen sind im Aufbruch. Sie erkennen, dass sie die Lösung der Probleme nicht länger der derzeitigen “Elite” überlassen dürfen. Sie spüren ihre bürgerliche Verantwortung für eine Zukunft in Freiheit und nehmen sie zunehmend wahr.
Es wird ein spannendes 2011.


gerade zu kriminell ist Sarrazin im zusammenhang mit der Berliner Bank Affaire zu beschreiben, ein Abzocker hoch drei,
der zur Aufklärung des Milliardenskandal nichts beizutragen hatte, von wegen Deutschland schafft sich ab, “haltet den Dieb” rief er: und schrieb kein Buch über dieses Politikdesaster.
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