Videos durcheinander…
Irgendwie sind die eingebundenen Videos durcheinandergeraten. Ich kann mich vorraussichtlich erst am Wochenende darum kümmern.
Sorry.
Unsere Generation steht in der Verantwortung, das kostbare Erbe der Zivilisation für kommende Generationen zu erhalten – Der "Danke-Thilo-Mann" bloggt
Irgendwie sind die eingebundenen Videos durcheinandergeraten. Ich kann mich vorraussichtlich erst am Wochenende darum kümmern.
Sorry.
Sicher: Hier wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.
Sarrazin hätte auf einer detaillierten Konkretisierung und Belegung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestehen können, und damit die dringend nötige Diskussion weiter von Schleiern, Denk- und Redeverboten befreien können.
Dies wäre dringend nötig, da -auch wenn er in dieser Hinsicht viel bewirkt hat- die Probleme noch immer nicht offen diskutiert werden können. Das macht sie übrigens nicht kleiner, denn ohne offene Diskussion ist über richtige und wichtige Schritte kaum vernünftig zu entscheiden.
Er hat es nicht durchgezogen. Schade.
Durchaus ähnlich der Situation bei seiner Absetzung als Vorstandsmitglied der Bundesbank hat Sarrazin den ganz großen Trubel gescheut bzw. seinem eigenen Loyalitätsvorstellungen bezgl. Regierung bzw. Partei den Vorzug gegeben. Auch dort hatte er seine ausgezeichnenten Karten nicht ausgespielt. Damals sagte er, mit etwas mehr Michael Kohlhaas im Blut hätte er eine Staatskrise auslösen können.
Hätte er nun eine nicht minder schwere Krise der SPD auslösen können? Wie im erwähnten Falle bin ich auch hier nicht dieser Meinung. Sarrazin hat uns vielmehr erst das Ausmaß der Krise vor Augen geführt.
Der Kompromiss, dessen Hauptziel wohl das unter den Tisch fallen lassen Ende des Verfahrens darstellt, bringt beiden Parteien denkbar unterschiedliche Vorteile. Die SPD-Spitze ist nicht mehr in dem Dilemma, sich entweder durch die Fortführung dieses absurden Schauprozesses selbst zu entlarven und abzuschaffen, oder aber -Schreck!- sich klar dazu zu bekennen, dass die Vorwürfe schlicht unzutreffend waren, sowie sich bei Sarrazin zu entschuldigen.
Sarrazin muss sich nicht mehr mit der persönlichen Zumutung dieses Prozesses befassen, was trotz der großen Zahl der Angriffe und Anfeindungen sicher eine deutliche Erleichterung darstellt.
Mir schien Sarrazin müde, etwas abgekämpft. Es wäre auch durchaus verständlich. Aber das kann auch täuschen, wir waren uns bis gestern nicht begegnet. Aus subjektiver Sicht war es wohl vor allem Zeit- und Energieverschwendung. Keiner hat von diesen Ressourcen des Lebens unendliche Vorräte, und wie er damit umgeht ist allein seine Entscheidung.
Die mit dem Verfahren verbundene Diskussion hätte sicher die Klärung der einen oder anderen Frage ermöglichen können, die Verfahrenseinstellung ist gesellschaftlich gesehen also eine vertane Chance. Persönlich vorwerfen kann man es ihm nicht.
Sarrazin hat viel bewirkt. Dafür gebührt ihm unser Dank. Und vielleicht kommt ja noch etwas, wenn sich die Diskussion um seine Person etwas beruhigt hat. Inwieweit er die Gelegenheit nutzt, wieder mehr über die Sache zu reden bleibt abzuwarten. Wir sollten es auf jeden Fall tun.
Manche sind enttäuscht, ich sehe das “Glas” Sarrazin dagegen eher halbvoll als halbleer. Er hat einen wichtigen Beitrag geleistet.
Ein Held, der nun endlich, ganz alleine, alle Probleme für uns löst, ist natürlich auch er nicht, wie auch? Wie ich von Anfang an meinte: Ich halte nichts von Heldenverehrung. Es hilft nichts, die Lösung der Probleme dieses Landes anderen zu überlassen, zu hoffen, sie könnten diese für uns lösen.
Wo war die Unterstützung für Sarrazin – oder (wichtiger als die Person), für die offene Debatte?
Wir müssen auch sehen, dass die Zustimmung der Bürger für Sarrazin sich in vollen Lesungen, Internetkommentaren und Meinungsumfragen klar ausdrückte. Aber eben nur dort, nicht auf der Straße.
Kurze Zeit nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan waren 60.000 Bürger auf der Straße, um die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke zu fordern – und was ist mit uns?
Wir brauchen eine positive, friedliche und selbstbewusste Protestkultur. Das dies geht zeigt z.B. die Tea-Party-Bewegung in den USA. Aber auch die EDL ist ein interessantes Phänomen. Ich freue mich jedenfalls auf das große islamkritische Wochenende im Juni in Stuttgart.
Wir Bürger dieses Landes, jeder einzelne, müssen die Probleme angehen und lösen. Aber wir dürfen die, die wichtige Schritte machen, nicht im Regen stehen lassen.
Thilo Sarrazin jedenfalls gebührt unser Dank – weitermachen müssen wir.
doch bewegt sich etwas?
Weit abgeschirmt trafen sich die Teilnehmer. Bürgernähe, oder gar Gespräche mit dem Bürger, waren so nicht möglich. Ganz am Anfang suchte ich zwar das Gespräch am Eingang, wurde allerdings schnell von der (freundlichen) Polizei auf die andere Seite der breiten Straße gewiesen.

Nur die akkreditierten Journalisten durften in die Nähe , im Endeffekt ergab sich eine “Gasse”, durch die sie sich bewegten und in denen sie ihre Interviews führen konnten, ohne kritische Stimmen zur Kenntnis nehmen zu müssen bzw. im Bild zu haben:
Der Abstand war so groß, dass selbst dann, wenn sich Vertreter kritischer Stimmen im Bild gar nicht vermeiden ließen, deren Botschaft nicht mehr ankommen konnte. Man sieht dies in einem Bericht der Heute-Nachrichten im ZDF.
Schließlich war dies keine Versammlung – die wäre dort wohl auch kaum genehmigt worden. Es gab noch einen zweiten kritischen Bürger, allerdings war dessen Botschaft pauschal “türkenfeindlich” formuliert oder zumindest auf den ersten Blick so zu verstehen – weshalb sie hier auch nicht erscheint.
Meine jedenfalls sah so aus:
Die gelegentlichen Passanten signalisierten zu etwa 2/3 Zustimmung. Mit dem einen oder anderen Journalisten kam ich auch ins Gespräch, als diese Pause machten. Bei den deutschen Medienvertretern war manchmal nicht ein einziges Wort meinerseits nötig um verbalaggressive Ausfälle zu “provozieren”.
Ich denke sie haben schlicht Angst davor, ihr eigenes Versagen vor ihrer Verantwortung zu erkennen.
Einer, der den Koran nach eigener Aussage nicht gelesen hatte, war zum Beispiel trotzdem völlig entgeistert, wie man diesen mit “Mein Kampf” vergleichen könne. Aber das kennen ja Sie sicher. Journalisten wie die Welt sie braucht.
Aufnahmen gemacht haben nur 2-3 aus der Ferne, bis auf den Vertreter des türkischen TRT, der deutlich länger als nötig aus der relativer Nähe -aber außerhalb der Gesprächsdistanz- “draufhielt”. Ich erlebte sein Gebaren als plumpen Einschüchterungsversuch.
Falls Sie Bilder oder Videos finden, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar!
Eine Ausnahme war interessanterweise ausgerechnet der Moderator des unsäglichen “Forum am Freitag” im ZDF, der deutsch-persische Kamran Safiarian, mit dem sich ein tatsächlich angenehm-freundliches Gespräch ergab. Er bestätigte mir allerdings, dass der (türkisch- ?) islamische Anteil der Zuschauer seiner Sendung gering ist, und dass die meisten dieser (doch anzunehmenden) Zielgruppe türkisches Fernsehen schauen. Soviel zur Integration, über den Sinn der Sendung kann man also durchaus mal nachdenken. Werbung / Beschwichtigung für den Nichtmuslime zum Beispiel. Aber auch dieses Thema sparte Safiarian nicht aus, er sprach es gar selbst als erster an.
Fazit Teil 2: Ich bin kein großer Fan von Friedrich, aber er macht es klar besser als bisher. Mein Schild hat er ganz sicher gesehen, vielleicht hat es ihm ein wenig den Rücken gestärkt.
Viel konnte ich dort alleine nicht reissen – aber immerhin war jemand da. Sind Sie beim nächsten Mal dabei?
Auf Dennis Prager, einen US-amerikanischer Autor und Radiotalkshowmaster, bin ich erst kürzlich aufmerksam geworden. Er ist ein konservativer Denker, der auch auf religiöse Fundamente zurückgreift. Das ist oft nicht gerade mein Fall, aber Prager ist ein gutes Beispiel dafür, dass dies nicht schlecht sein muss. (Hängt natürlich von der “Religion” ab.) In einer Sondersendung mit dem (von mir favorisierten) sonst dauer-brillianten Christopher Hitchens schlägt er sich jedenfalls ausgezeichnet, und das gibt es wirklich nicht oft. Respekt.
Hier noch ein gutes seiner Videos, dass den “Nahostkonflikt” in 5 Minuten auf den Punkt bringt, und als Bonus zu meinem Artikel: “Evaluatio praecox: Die “Abzieh”-Beschwichtigung, Realitätsphobie, niedere Instinkte, Barbarei und Zivilisation“:
Prager University: Die Natur des Menschen – sind wir von Grund auf gut? Zum kompletten Artikel: ‘Warum sind Konservative so bösartig, Dennis Prager?’
Der ebenso klare und einende Begriff “Zivilisation” gewinnt an Fahrt, setzt sich möglicherweise als zentraler Begriff im Kampf gegen die Scharia-Barbarei durch.
Er ist der zentrale Begriff der Rede von Elisabeth Sabaditsch-Wolff in Israel vom 7. Dezember 2010. Ein gutes Zeichen.
Es geht in der Tat nicht um
Eine Konzentration auf einzelne Patriotismen oder religiöse Sektiererei innerhalb der freien Welt führt nur zu schwächenden Flügelkämpfen.
Wir müssen kleinliche Eitelkeiten bezüglich nationaler Patriotismen oder spezieller religiöser Unterschiede zurückstellen. Nur dann werden wir den Herausforderungen des globalen Konfliktes gewachsen sein, in dem wir uns befinden.
Wir müssen erkennen, dass wir alle im gleichen Boot sitzen, wenn es um die Bedrohung des totalitären, politischen Islams geht.
Dieses Boot ist das Boot der Zivilisation.
Wir müssen die ZivilisationsCourage aufbringen, den Wert der Zivilisation zu erkennen, zu artikulieren und zu verteidigen.
Und wir werden sie aufbringen.
Meinen Artikel “Einmal-Experiment “Euro-Islam”: Dürfen wir das zivilisierte Europa riskieren?” gibt es jetzt auch in (ungeprüfter) niederländischer Übersetzung.
Eine -leider vorläufige- englische Version findet sich auf GatesOfVienna.
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Update: Ungeprüfte niederländische Übersetzung hier, vorläufige englische Version hier.
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Viele behaupten, wir müssten uns nur um den “Islamismus” Sorgen machen, nicht jedoch um den Islam - und damit um große muslimische Bevölkerungsanteile in westlichen Gesellschaften. Ich hoffe sehr dass sie Recht haben – aber ich bezweifle es.
Wenn nun aber große muslimische Bevölkerungsanteile als unproblematisch angesehen werden können, dann muss es eine Strategie geben, relevante Radikalisierungstendenzen sicher zu verhindern.
Die gestellte Frage gliedert sich also in folgende Aspekte auf:
Die Fragestellung, und das Thema insgesamt, sind von entscheidender Bedeutung. Letzten Endes geht es um die Frage des sozialen / religiösen Friedens in unserem Land, in Europa, ja in der ganzen westlichen Welt.
Matthias Döpfner, als Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG eine gewichtige Stimme, schreibt Klartext in der Welt Online, wie wir ihn in den deutschen Massenmedien viel zu lange vermisst haben:
In Israel, in Afghanistan, im Iran, im Irak in Pakistan, aber auch in Berlin, London und Paris, also überall wo die westliche Welt mit den Terrorkommandos der Freiheitsfeinde konfrontiert wird, hilft nur eine Politik der Geschlossenheit und der Stärke.
Jedes andere Signal wird falsch verstanden. Wir haben es mit einer anderen Kultur, mit einer anderen Mentalität, mit einem anderen Werterahmen zu tun. Wir stehen hier im Konflikt mit Terroristen, die von Vernichtungs- und Allmachtsphantasien getrieben werden, nicht mit Demokraten, die ihr Handeln im Rahmen von Humanismus und Rechtsstaat abwägen.
Nur Gegenwehr, Geschlossenheit und Stärke wird die Angriffe auf unsere freiheitliche Ordnung verlangsamen und schwächen. Aber was heißt Stärke? Stärke bedeutet natürlich, dass der gesamte Rahmen demokratischer und rechtsstaatlicher Mittel ausgeschöpft wird, um eine fatale Toleranz gegenüber der Intoleranz zu vermeiden.
Aber Stärke ist vor allem eine Frage des Bewusstseins. Wir müssen von unseren Werten und unserem Ordnungssystem überzeugt sein, nur dann können wir es erfolgreich verteidigen, aktiv und selbstbewusst. Es ist kein Zeichen von Chauvinismus, wenn wir unsere freiheitliche Grundordnung für besser halten. Es wäre falscher, menschenfeindlicher, letztlich zynischer Relativismus, wenn wir sagen würden: die Wahrheit liegt in der Mitte. Eben nicht.
Kurz: Zivilisationscourage
Aber es gibt noch viel mehr: Lesen Sie den ganzen Artikel!
Ideologiekritik, Gleichberechtigung von Frau und Mann, Israel und Iran – sogar aus der Charta der Hamas wird nun zitiert. Dazu eine Analyse der Asymmetrie bezüglich Skrupel und Regeln in Konfliktsituationen, wichtige Reflektionen über die in Deutschland lebenden Muslime, Vergleich des “Islamismus” mit anderen totalitären Ideologien wie dem Hitler-Faschismus, Mao und Stalin, dem Appeasement des Westens, die sich letzten Endes stellende Frage nach Krieg und Frieden….
Ein ausgezeichneter, ein wichtiger Artikel. Ein Fanal. Danke Matthias !
Einziger “Schönheitsfehler”, der allerdings wegen des ansonsten herausragenden Artikes zu dieser Zeit verzeihlich ist: Döpfner konstruiert eine künstliche Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus, anstatt zwischen den Muslimen als Menschen und dem Islam als Ideologie / Kult zu unterscheiden.
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gefunden durch pi-news
Unser Präsident der Herzen und Köpfe macht seinen Antrittsbesuch in den Niederlanden. Laut Focus seien die Niederlande
noch genauso weltoffen „wie in meiner Jugend“. Werte wie die Menschenwürde und die Menschenrechte stünden in den Niederlanden keineswegs zur Disposition, sagte Wulff auf Fragen von Reportern.
Dies ungeachtet der “Parolen” Geert Wilders. Wilders hatte behauptet, “die Mehrheit der deutschen Bevölkerung teile Wulffs Ansicht nicht, dass der Islam Teil Deutschlands sei”.
“Menschenwürde und Menschenrechte” stehen nicht zur Disposition? Und dies ausgerechnet in Bezug auf Wilders?
Theo van Gogh abgeschlachtet, Ayaan Hirsi Ali verjagt, Pim Fortyn erschossen – alles null Problemo, Hauptsache “Menschenwürde und Menschenrechte” stehen nicht zu Disposition.
Offen für andere Kulturen sollen wir sein. Gut. Aber ist das Kultur?
Nach seiner grottenschlechten Rede zum Tag der deutschen Einheit (die Rede des präsidialen Joachim Gauck ist ja offenbar nicht zu aufzutreiben) und seiner Einmischung in die Kausa Sarrazin nun das.
Wo lebt dieser Mann?
Merkel hatte mal wieder einen guten Riecher, das muss man ihr lassen. Bloss keine Leute mit Format in hohen Positionen, da würde sie ja schlecht aussehen.
Es stellt sich die Frage, welche Reaktionen es hervorrufen würde, wenn ein autochtoner Europäer diese Dinge sagen würde. Es stellt sich zudem die Frage, warum manche dieser Leute hier sind, wenn sie doch die hiesige Kultur nicht mögen, und an ihrer eigenen selbst nach Generationen weitgehend kompromisslos bewahren wollen. Na?
Dank und Links am Ende des Artikels, hier nur soviel: Ich habe eine englische Übersetzung eines dänischen Interviews genommen und ins deutsche übersetzt. Der eine oder andere “Stille Post”-Effekt mag sich eingeschlichen haben, im großen und ganzen dürfte aber auch diese zweite Übersetzung die Grundstimmung klar wiedergeben:
“Neu-Dänin” im Landesweiten Radio: “Ihr könnt mich nicht zwingen, mit euch zu leben, unsere Art zu denken ist anders.”
Diese Woche hat Dänemarks staatliches Radio den Schwerpunkt “Ghetto” als Aufmacher. Die Sendung vom Dienstag anzuhören lohnt sich, falls Sie noch immer denken, das es bei Ghettos um sozial-ökonomische Themen geht. Die Interviewte war ein 18-jähriges Mädchen aus Gellerup [ein kulturbereicherter Stadtteil von Arhus], geboren in Dänemark aber geistig im Libanon “zuhause”. Sie schien das nicht als Problem zu sehen - Entmischung schien im Gegenteil ein Ziel an sich zu sein. Zum kompletten Artikel: ‘Einblicke in die Parallelwelt’