Sicher: Hier wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.
Sarrazin hätte auf einer detaillierten Konkretisierung und Belegung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestehen können, und damit die dringend nötige Diskussion weiter von Schleiern, Denk- und Redeverboten befreien können.
Dies wäre dringend nötig, da -auch wenn er in dieser Hinsicht viel bewirkt hat- die Probleme noch immer nicht offen diskutiert werden können. Das macht sie übrigens nicht kleiner, denn ohne offene Diskussion ist über richtige und wichtige Schritte kaum vernünftig zu entscheiden.
Er hat es nicht durchgezogen. Schade.
Durchaus ähnlich der Situation bei seiner Absetzung als Vorstandsmitglied der Bundesbank hat Sarrazin den ganz großen Trubel gescheut bzw. seinem eigenen Loyalitätsvorstellungen bezgl. Regierung bzw. Partei den Vorzug gegeben. Auch dort hatte er seine ausgezeichnenten Karten nicht ausgespielt. Damals sagte er, mit etwas mehr Michael Kohlhaas im Blut hätte er eine Staatskrise auslösen können.
Hätte er nun eine nicht minder schwere Krise der SPD auslösen können? Wie im erwähnten Falle bin ich auch hier nicht dieser Meinung. Sarrazin hat uns vielmehr erst das Ausmaß der Krise vor Augen geführt.
Der Kompromiss, dessen Hauptziel wohl das unter den Tisch fallen lassen Ende des Verfahrens darstellt, bringt beiden Parteien denkbar unterschiedliche Vorteile. Die SPD-Spitze ist nicht mehr in dem Dilemma, sich entweder durch die Fortführung dieses absurden Schauprozesses selbst zu entlarven und abzuschaffen, oder aber -Schreck!- sich klar dazu zu bekennen, dass die Vorwürfe schlicht unzutreffend waren, sowie sich bei Sarrazin zu entschuldigen.
Sarrazin muss sich nicht mehr mit der persönlichen Zumutung dieses Prozesses befassen, was trotz der großen Zahl der Angriffe und Anfeindungen sicher eine deutliche Erleichterung darstellt.
Mir schien Sarrazin müde, etwas abgekämpft. Es wäre auch durchaus verständlich. Aber das kann auch täuschen, wir waren uns bis gestern nicht begegnet. Aus subjektiver Sicht war es wohl vor allem Zeit- und Energieverschwendung. Keiner hat von diesen Ressourcen des Lebens unendliche Vorräte, und wie er damit umgeht ist allein seine Entscheidung.
Die mit dem Verfahren verbundene Diskussion hätte sicher die Klärung der einen oder anderen Frage ermöglichen können, die Verfahrenseinstellung ist gesellschaftlich gesehen also eine vertane Chance. Persönlich vorwerfen kann man es ihm nicht.
Sarrazin hat viel bewirkt. Dafür gebührt ihm unser Dank. Und vielleicht kommt ja noch etwas, wenn sich die Diskussion um seine Person etwas beruhigt hat. Inwieweit er die Gelegenheit nutzt, wieder mehr über die Sache zu reden bleibt abzuwarten. Wir sollten es auf jeden Fall tun.
Manche sind enttäuscht, ich sehe das “Glas” Sarrazin dagegen eher halbvoll als halbleer. Er hat einen wichtigen Beitrag geleistet.
Ein Held, der nun endlich, ganz alleine, alle Probleme für uns löst, ist natürlich auch er nicht, wie auch? Wie ich von Anfang an meinte: Ich halte nichts von Heldenverehrung. Es hilft nichts, die Lösung der Probleme dieses Landes anderen zu überlassen, zu hoffen, sie könnten diese für uns lösen.
Wo war die Unterstützung für Sarrazin – oder (wichtiger als die Person), für die offene Debatte?
Wir müssen auch sehen, dass die Zustimmung der Bürger für Sarrazin sich in vollen Lesungen, Internetkommentaren und Meinungsumfragen klar ausdrückte. Aber eben nur dort, nicht auf der Straße.
Kurze Zeit nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan waren 60.000 Bürger auf der Straße, um die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke zu fordern – und was ist mit uns?
Wir brauchen eine positive, friedliche und selbstbewusste Protestkultur. Das dies geht zeigt z.B. die Tea-Party-Bewegung in den USA. Aber auch die EDL ist ein interessantes Phänomen. Ich freue mich jedenfalls auf das große islamkritische Wochenende im Juni in Stuttgart.
Wir Bürger dieses Landes, jeder einzelne, müssen die Probleme angehen und lösen. Aber wir dürfen die, die wichtige Schritte machen, nicht im Regen stehen lassen.
Daniel Greenfield wirft erneut einen hellsichtigen Blick auf das große Ganze:
The West is almost as in love with improving the world, as the Muslim world is with conquering it. These two contradictory impulses, the missionary and the warrior, intersect in the Clash of Civilizations. The Muslim world has two approaches to the West, underhanded deceit and outright terror. The former are considered moderates and the latter extremists. The West has two approaches to the Muslim world, regime change and love bombing. With regime change we bomb their cities to save them from their rulers and with love bombing we shamelessly flatter and appease them in our own cities.
Westerners worry a great deal over who runs the Muslim world. Muslims do not care very much who runs Western countries. They prefer weak liberal leaders to strong ones, but they do not overall think there is a difference between them. Even the emplacement of a Hussein in the White House has not improved America’s ratings in the Muslim world. That is because Muslims are religiously and culturally antagonistic to the West. Whether John McCain or Barack Hussein Obama are in the White House– America is still a non-Muslim country. It is and will the subjective of xenophobia no matter how much it flatters the Muslim world.
Westerners focus their animus on Muslim leaders, on a Saddam, a Gaddafi or an Arafat– not recognizing that the hostility toward us comes not from the leaders, but from the people. We can remove all the leaders of the Muslim world and replace them with muppets, and it won’t noticeably change the underlying sentiments on the Arab street. And very soon the muppets will also start chanting, “Death to America” because it’s the popular thing to do.
…
schlägt Martel Sobieskey im New Media Journal vor.
In der Tat liegt hier von Anfang an das Hauptproblem mit dem Islam. Schon im toleranten Mulitkulti-Mekka sind die freien Menschen mit katastrophalen Folgen an dem verzwickten Problem gescheitert, wie man Mohammed und seine sich zunehmend unangenehm aufführenden Anhänger angemessen behandelt, schließlich handelte es sich angeblich nur um eine weitere Religion. Wer wollte da der entgültige Richter sein – abgesehen vom Islam selbst, versteht sich. Alle Versuche der Gleichstellung, Toleranz, Beschwichtigung und des Entgegekommens sind katastrophal gescheitert. Heute ist das Betreten Mekkas für nicht-Muslime verboten.
Was ist der Unterschied zur heutigen Situation, fragen sie? Nun, zu unserer Zeit sind sämtliche “Offenbarungen” schon gemacht, jeder kann den Koran lesen – und sie haben ihn doch gelesen?
Die Mekkaner waren also insofern in einer schwierigeren Situation, als das wahre Gesicht Mohammeds erst vollends zum Vorschein kam, als er -mittlerweile in Medina- die Macht hatte, ganz offen Raubzüge und Massenmord nicht nur zu verüben, sondern als göttlichen Auftrag zu verkaufen. Inklusive der Regelung, dass 20% der Beute an den “Propheten” gehen. Schon praktisch, so ein Prophetenstatus.
One thing is certain, Islam is not a religion by anything Americans believe one to be – not even close. In fact, Islam is the antithesis of what we deem to be religious. Above all, Islam is a totalitarian political machine of blood thirsty conquest which zealously advocates the downfall of the U.S. government. Jesus said, “My kingdom is not of this world…” because he was 100% non-political. In extreme contrast, Mohammed and the Koran bellicosely command your kingdom is my kingdom, surrender or die! Let’s be to the point. It is sheer madness, exceedingly irresponsible, criminally negligent, and strategically suicidal to continue granting religion status to an absolutely aggressive and implacable ideology that demands the destruction of our government and all other religions.
…
Lesen Sie den wichtigen Artikel von Martel Sobieskey ganz.
Ronald Reagan deklassiert aber auch noch 25 Jahre später unsere derzeitigen “Spitzenpolitiker”.
Merkel sagt zur Enthaltung Deutschlands im UN-Sicherheitsrat: „Die Enthaltung ist nicht mit Neutralität zu verwechseln.“ Nein, mit Neutralität nun wirklich nicht.
Wo sind all die Cowboys hin?
———– Update – Klarstellung: Ich spreche mich nicht für eine Flugverbotszone oder andere Maßnahmen aus, die dauerhaft Kräfte binden. Dies wäre m.E. sehr “teuer” und riskant.Ein konsequenter Schlag gegen Gaddafi selbst und seine Militärmaschinerie jedoch erscheint mir angebracht. Das ist es auch, was Reagan veranlasst hatte.
———–
Ein paar militärische Details zur Operation hier, guter Nachrichtenbeitrag mit Reaktionen hier.
Ich halte es für unverantwortlichen Populismus, jetzt innerhalb weniger Tage alle möglichen Regelungen zur Kernkraft umzuwerfen, nur weil seit Tagen von Super-Gau geredet wird (der allerdings kommen könnte) und allerlei “Prominente” uns erklären, wie “Bäh!” Kernkraft ist.
Es ist schlicht nicht so, dass in Deutschland ein massives Erdbeben und ein Tsunami drohen, die unsere Kernkraftwerke bedrohen – und dies gleich morgen.
Wenn jetzt selbst in Deutschland, also einen halben Erdball entfernt laut Zeitungsmeldungen sich die Menschen Jodtabletten besorgen, “Geigerzähler” gar ausverkauft sein sollen, zeigt dies nur wie hysterisiert die Bevölkerung durch die jahrzehntelange “Atom=Böse“-Indoktrination ist.
Wir sollten uns genau anschauen, was in Japan passiert. Und daraus lernen. Vorschnelle Schlüsse bringen uns nicht weiter.
Übrigens gibt es durchaus Entwürfe von Kernkraftreaktoren, die unterkritisch laufen und damit prinzipiell nicht “hochgehen” können.
Ein solches Konzept ist z.B. das Rubbiatron, von dem ich Ende der 90′er von Carlo Rubbia höchstselbst zum ersten Mal erfahren durfte. Das Konzept hat mich -selbst als Kernkraftgegner der ich damals war- überzeugt.
Lange allerdings hatte ich nichts mehr von diesem Konzept gehört. Hohe Anfangsinvestitionen und ein paar Ingenieursprobleme schienen abzuschrecken (z.B. das Eintrittsfenster für den Protonenstrahl). AndreasN verdanke ich nun den Hinweis auf einen recht aktuellen Artikel in der Welt, nach dem endlich ernsthaft an Versuchsanlagen geearbeitet wird.
Zum einen wird hier die zur Spaltung nötige Energie mittels eines Teilchenbeschleunigers von aussen zugeführt, wodurch weit weniger Material im Reaktor vorhanden sein muss, als für eine Kettenreaktion nötig wäre. Zum anderen kann mittels eines solchen Reaktors sogar “Atommüll” als Brennstoff genutzt und dabei unschädlich, zumindest wesentlich unschädlicher gemacht werden (Transmutation). Ähnliches kann in weiten Teilen übrigens auch ein “schneller Brüter” leisten. Raten Sie mal wer dagegen ist.
Die Nutzung der Kernspaltung zur Energieerzeugung ist also nicht prinzipiell hochgefährlich, wie immer man die gegenwärtigen Kraftwerkstypen einschätzen mag. Mit dem Tschernobyl-Typ sind aber auch diese sicherheitsbezogen jedenfalls nicht zu vergleichen.
Wir dürfen die Realität nicht aus den Augen verlieren. Die Versorgungssicherheit mit Energie ist für den modernen Staat überlebenswichtig. Alternative Energiequellen werden diese innerhalb der nächsten wenigen Jahre nicht liefern können – was man bedauern kann, aber das ändert nichts an den Tatsachen.
Zudem muss eine so weit wie möglich gehende Unabhängikeit von arabisch-islamisch kontrolliertem Öl zentraler Bestandteil jeder vernünftigen Zukunftsplanung für Deutschland und Europa sein.
Sowohl der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen als auch eine Nutzung der Kernkraft, zumindest als Brückentechnologie, ist bis auf weiteres unabdingbar.
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Anhang: Ein paar Gedanken zur Atommüllproblematik:
Die Idee einer sichere Einlagerung großer Mengen langlebiger Nuklide über Millionen von Jahren halte ich für völlig unseriös. Niemand kann so weit in die Zukunft schauen, nicht einmal Geologen.
Hier ein sehr gutes Interview mit ihm von heute morgen – vor der Entscheidung – von Russia Today. Glasklar auch seine Einschätzung von Angela Merkel, ab 8:45.
Wer nicht über Probleme reden darf, stochert auf seiner ehrlichen Suche nach einer vernünftigen Lösung im Dunkeln.
Keiner kann das wollen.
Klaus Schroeder, Sozialwissenschafler an der FU Berlin, analysiert im politischen Feuilleton des Deutschlandfunks die Konstruktion neuer Feindbilder:
Um die vermeintliche Islamophobie aufzuwerten, wird sie von nicht wenigen linken Sozialwissenschaftlern auf eine Stufe mit dem Antisemitismus gestellt. Offenbar soll suggeriert werden, die Muslime seien die Juden der heutigen Zeit und von millionenfacher Vernichtung bedroht. Was für eine absurde Unterstellung! Die versuchte Gleichsetzung von Antisemitismus und Islamophobie verdeckt darüber hinaus, dass judenfeindliche Einstellungen in Deutschland heutzutage auch und besonders unter Muslimen verbreitet sind.
Worum es den Kritikern im Kern geht, wird deutlich, wenn sie Antiislamisten – wie früher Antikommunisten – vorwerfen, die Werte des Westens, die auch in der deutschen Verfassung niedergeschrieben sind, zum Maßstab ihrer Bewertung zu nehmen. Allein dies sei schon anmaßend. Hier zeigt sich, dass diese Kritiker nicht nur als “nützliche Idioten” islamistischen – und früher kommunistischen – Machthabern dienen, sondern gleichzeitig westliche Werte relativieren, die individuelle Menschenrechte und die Beachtung der Menschenwürde umfassen.
Man möchte hier noch etwas genauere Beispiele sehen, z.B. das Recht der Frau auf ein selbstbestimmtes Sexualleben. Oder die Gleichberechtigung der Nichtmuslime, also die Religionsfreiheit höchstselbst, insbesondere auch das Mordgebot betreffend den Islam-Aussteigern.
Aber dass würde recht umfangreich werden, und im Grunde wissen alle längst Bescheid.
Er schließt seinen kurzen Beitrag mit dem klaren Bekenntnis:
Der Vorwurf der Islamophobie soll letztlich in Analogie zur Kritik des Antikommunismus den Islam gegen Kritik immunisieren. Dem zu widerstehen, ist Bürgerpflicht!
Fühlen Sie sich manchmal überwältigt von der Vielschichtigkeit, der Massivität der Bedrohung durch den politischen Islam?
Die Geschichte der Freiheit, der Zivilisation, ihrer Entwicklung und der vielen Bedrohungen, denen sie ausgesetzt war, scheint im Bewusstsein der meisten Menschen heutzutage genausowenig präsent zu sein wie die klare Erkenntnis, dass es sich nicht um eine selbstverständliche, sondern trotz aller “Zumutungen des Lebens” die wohl beste Gesellschaftsform ist, die es je gab. So schrieb ich in meinem ersten Artikel auf diesem Blog, meinem Weckruf:
Die Idee, alle “Cult”-uren seien gleich gut geeignet, individuelle Freiheit, Frieden, Menschenrechte, Alphabetisierungsrate, freie Wahlen, Frauenrechte, wirtschaftliche Entwicklung und Wohlfahrt, Wissenschaft, Kunst und Kultur, ja Religionsfreiheit zu gewährleisten, ist zwar “kuschelig”, aber bei einem objektiven Blick in die Welt schlicht nicht haltbar. Dies gilt insbesondere im Vergleich mit den islamischen Ländern. Versuchen sie einfach mal, in einem islamischen Land “multikulturell” zu sein.
All diese Sachverhalte wurden vor nicht allzulanger Zeit noch Fakten genannt, heute sind es angeblich inakzeptable Beleidigungen, die das Bild Deutschlands in der Welt schädigen.
Der politische Islam ist jedoch nicht die erste massive Bedrohung, welche die freie Zivilisation in der Neuzeit konfrontiert. Auch Nazi-Faschismus und Kommunismus waren globale Bedrohungen, die die Welt lange in Atem hielten. In beiden Fällen war der Ausgang alles andere als gewiss.
Auch wenn -selbstverständlich- jede neue Situation anders ist: Die Geschichte hält durchaus Lehren bereit für Situationen, in denen ein totalitärer Kult droht, die Freiheit des Menschen von der Erde zu fegen.
Dass es zivilisierte Möglichkeiten gibt, einer solchen Bedrohung Herr zu werden, habe ich hier am Beispiel des Kalten Krieges und insbesondere Ronald Reagan angedeutet.
Eric R. Staal führt nun auf FamilySecurityMatters aus, wie -basieren auf Lehren aus dem Kalten Krieg- eine Eindämmungs-Strategie für den islamisitschen Expansionismus aussehen kann.
Hier nur der letzte Teil. Der gesamte Artikel ist sehr lehrreich. Lesen Sie ihn ganz!