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Sachsen-Anhalt: Nichtwähler scheitern knapp an absoluter Mehrheit

„Es gibt einen großen Gewinner – und das ist die demokratische Kultur in Deutschland“ sagte Andrea Nahles zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt.

Offenbar ist Nahles und dem Großteil der Politiker völlig egal was der Bürger denkt, es geht alleine um den Wähler.

Sehen Sie selbst, das vorläufige amtliche Endergebnis unter Einbeziehung der Nichtwähler:


SPD und CDU könnten nun mit den Stimmen von ca. 28% der Wahlberechtigten die absolute Mehrheit der Mandate erhalten.

Es ist ganz ähnlich den Ergebnissen in Hamburg:

Ein trauriger Zustand, der Legitimationsschwierigkeiten nahelegt. Andererseits: Ein massives Potential für eine wählbare, vernunftsbasierte Alternative.

Vier Jahre Zeit bleiben für deren Aufbau bis zur nächsten Wahl. Ob es gut ist, die Probleme solange einfach weiter zu verschlimmwalten? Mit scheint, so langsam wird es wirklich Zeit sie anzugehen

Das allerdings erfreuliche Zeichen des Scheitern der NPD interpretiert Nahles natürlich nicht als den schlichten Unwillen der Wähler, diese Partei zu wählen, sondern als Erfolg der vielen Projekte “gegen Rechts” in Sachsen-Anhalt. Logisch, von irgendwelchen Fördergeldern müssen ihre “Aktivisten”  ja leben.

Zum Atom-Wahn

Ich halte es für unverantwortlichen Populismus, jetzt innerhalb weniger Tage alle möglichen Regelungen zur Kernkraft umzuwerfen, nur weil seit Tagen von Super-Gau geredet wird (der allerdings kommen könnte) und allerlei “Prominente” uns erklären, wie “Bäh!” Kernkraft ist.

Es ist schlicht nicht so, dass in Deutschland ein massives Erdbeben und ein Tsunami drohen, die unsere Kernkraftwerke bedrohen – und dies gleich morgen.

Wenn jetzt selbst in Deutschland, also einen halben Erdball entfernt laut Zeitungsmeldungen sich die Menschen Jodtabletten besorgen, “Geigerzähler” gar ausverkauft sein sollen, zeigt dies nur wie hysterisiert die Bevölkerung durch die jahrzehntelange “Atom=Böse“-Indoktrination ist.

Wir sollten uns genau anschauen, was in Japan passiert. Und daraus lernen. Vorschnelle Schlüsse bringen uns nicht weiter.

Übrigens gibt es durchaus Entwürfe von Kernkraftreaktoren, die unterkritisch laufen und damit prinzipiell nicht “hochgehen” können.

Ein solches Konzept ist z.B. das Rubbiatron, von dem ich Ende der 90′er von Carlo Rubbia höchstselbst zum ersten Mal erfahren durfte.  Das Konzept hat mich -selbst als Kernkraftgegner der ich damals war- überzeugt.

Lange allerdings hatte ich nichts mehr von diesem Konzept gehört. Hohe Anfangsinvestitionen und ein paar Ingenieursprobleme schienen abzuschrecken (z.B. das Eintrittsfenster für den Protonenstrahl). AndreasN verdanke ich nun den Hinweis auf einen recht aktuellen Artikel in der Welt, nach dem endlich ernsthaft an Versuchsanlagen geearbeitet wird.

Zum einen wird hier die zur Spaltung nötige Energie mittels eines Teilchenbeschleunigers von aussen zugeführt, wodurch weit weniger Material im Reaktor vorhanden sein muss, als für eine Kettenreaktion nötig wäre.  Zum anderen kann mittels eines solchen Reaktors sogar “Atommüll” als Brennstoff genutzt und dabei unschädlich, zumindest wesentlich unschädlicher gemacht werden (Transmutation). Ähnliches kann in weiten Teilen übrigens auch ein “schneller Brüter” leisten. Raten Sie mal wer dagegen ist.

Die Nutzung der Kernspaltung zur Energieerzeugung ist also nicht prinzipiell hochgefährlich, wie immer man die gegenwärtigen Kraftwerkstypen einschätzen mag. Mit dem Tschernobyl-Typ sind aber auch diese sicherheitsbezogen jedenfalls nicht zu vergleichen.

Wir dürfen die Realität nicht aus den Augen verlieren. Die Versorgungssicherheit mit Energie ist für den modernen Staat überlebenswichtig. Alternative Energiequellen werden diese innerhalb der nächsten wenigen Jahre nicht liefern können – was man bedauern kann, aber das ändert nichts an den Tatsachen.

Zudem muss eine so weit wie möglich gehende Unabhängikeit von arabisch-islamisch kontrolliertem Öl zentraler Bestandteil jeder vernünftigen Zukunftsplanung für Deutschland und Europa sein.

Sowohl der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen als auch eine Nutzung der Kernkraft, zumindest als Brückentechnologie, ist bis auf weiteres unabdingbar.

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Anhang: Ein paar Gedanken zur Atommüllproblematik:

Die Idee einer sichere Einlagerung großer Mengen langlebiger Nuklide über Millionen von Jahren halte ich für völlig unseriös. Niemand kann so weit in die Zukunft schauen, nicht einmal Geologen.

Aber: Zum kompletten Artikel: ‘Zum Atom-Wahn’

Warum sind Konservative so bösartig, Dennis Prager?

Auf Dennis Prager, einen US-amerikanischer Autor und Radiotalkshowmaster, bin ich erst kürzlich aufmerksam geworden. Er ist ein konservativer Denker, der auch auf religiöse Fundamente zurückgreift. Das ist oft nicht gerade mein Fall, aber Prager ist ein gutes Beispiel dafür, dass dies nicht schlecht sein muss. (Hängt natürlich von der “Religion” ab.)  In einer Sondersendung mit dem (von mir favorisierten) sonst dauer-brillianten Christopher Hitchens schlägt er sich jedenfalls ausgezeichnet, und das gibt es wirklich nicht oft. Respekt.

Hier noch ein gutes seiner Videos, dass den “Nahostkonflikt” in 5 Minuten auf den Punkt bringt, und als Bonus zu meinem Artikel: “Evaluatio praecox: Die “Abzieh”-Beschwichtigung, Realitätsphobie, niedere Instinkte, Barbarei und Zivilisation“:

Prager University: Die Natur des Menschen – sind wir von Grund auf gut? Zum kompletten Artikel: ‘Warum sind Konservative so bösartig, Dennis Prager?’

Hamburg: Klarer Sieg der Nichtwähler

Hier die Prozentzahlen des vorl. Endergebnisses unter Einbeziehung der Nichtwähler. Ein trauriger Zustand, der Legitimationsschwierigkeiten nahelegt. Andererseits: Ein massives Potential für eine wählbare, vernunftsbasierte Alternative.

Vier Jahre Zeit bleiben für deren Aufbau bis zur nächsten Wahl. Ob es gut ist, die Probleme solange einfach weiter zu verschlimmwalten? Mit scheint, so langsam wird es wirklich Zeit sie anzugehen – sonst wird es knapp.


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